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Die Geschichte unseres Chores begann im Jahre 1954 mit einem für damalige Verhältnisse unerhörten Ereignis, das in dem bevölkerungsmäßig noch sehr überschaubaren westlichen Gladbacher Stadtteil Refrath für große Aufregung sorgte. Längst ist die Erinnerung daran verblasst, aber sie hat doch für die Geschichte des Chores eine große Bedeutung gehabt.

Was war geschehen ? Im Jahre 1952 war Josef Engstenberg, der ebenso fähige wie beliebte Küster, Organist, vor allem aber Leiter des Pfarr- Cäcilien- Chores an St. Johannes gestorben.Er hinterließ einen großen Kirchenchor, in einen Herren-, einen Damen- und einen Kinder-Chor untergliedert. Als die Stelle mit einem neuen Chorleiter besetzt wurde,  mit dem sich nur wenige Sänger anfreunden konnten, protestierten die Cäcilianer gegen diese Festanstellung.

Doch Pfarrer, Kirchenvorstand und Erzdiözese blieben hart. Da erklärten während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli 1954 29 Sänger, darunter der gesamte Vorstand mit dem Vorsitzenden Heinrich Zahr an der Spitze, ihren Rücktritt vom aktiven Leben des Chores.

Kurze Zeit später gründeten diese Sänger einen neuen Chor in der Absicht, der damals entstehenden katholischen Pfarrgemeinde St. Elisabeth als Kirchenchor zu dienen. Sie nannten ihn Cäcilienchor 1954. Als ihnen bedeutet wurde, dass weder die Anstellung als Kirchenchor in der westlichen Refrather Pfarrgemeinde noch weiterhin eine Mitgliedschaft im Cäcilienverband eine Zukunft hätten, nannte man sich "Männerchor Fidelio 1954 Refrath" und trat als sogenannter weltlicher Chor dem Deutschen Sängerbund bei.

Es war für die geschulten Sänger natürlich nicht schwierig, ein musikalisches Programm auf die Beine zu stellen, zumal sie in Franz Schroiff aus Engelskirchen, den Leiter eines großen Kirchenchores dort, einen versierten Chorleiter verpflichten konnten. Diese Zusammenarbeit währte 25 Jahre. Fast jährlich konnten wir Sänger zu einem Konzert einladen, in dem wir grundlegende Werke der klassischen und romantischen Chorliteratur zu Gehör brachten. Wir nahmen moderne Chorsätze dazu und verfügten bald über ein Repertouire, das manchen interessierte. Die eigenen Angehörigen, Familien und Freunde des Chorgesangs füllten die Räume, vor allem natürlich den von Haus Steinbreche und wir Sänger sahen darin natürlich eine Bestätigung unseres Tuns. Der Chor wuchs und hatte vor der Feier des 25jährigen knapp 50 Mitglieder.

Nach Franz Schroiff folgte als Chorleiter der Refrather Musikpädagoge, Fachleiter für Musik am Studienseminar in Leverkusen, Studiendirektor Norbert Pütz. Er ist es nach mehr als 30 Jahren heute noch. Zwischen uns Sängern und ihm ist echte Freundschaft entstanden, eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche musikalische Tätigkeit. Wir werden an dieser Stelle bei passender Gelegenheit über unsere Konzerte und sonstigen Aktivitäten vor allem als Refrather Ortsverein berichten. Denn schon viele Jahre ist der MC Fidelio natürlich auch als Ortsverein aktiv, ob es sich um die Teilnahme am Refrather Karneval "Für uns Pänz" handelt oder um musikalische Begleitung im sonstigen Ortsgeschehen, etwa größere Veranstaltungen von Handel und Wirtschaft. Dabei heißt es sich immer wieder neu auf  gesellschaftliche Veränderungen einzustellen. Im Wandel dieser Veränderungen spiegelt sich der Wandel der Gesellschaft. Chöre bleiben davon nicht unberührt, zumal das Singen "aus der Mode" gekommen zu sein scheint.

Wir werden uns sicherlich noch häufiger mit diesem Thema befassen müssen.

   

                                                                      

                                                     Foto vom Pfingstsingen 1979